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Volle Fahrt voraus

Reizüberflutung, ist das nicht voll 00er Jahre? Unser Autor sinniert über seine Anfälligkeit für die Beiläufigkeiten des Alltags.

„Okay, gleich bringe ich mich um und dann bin ich mausetot“ hat wohl jede*r von uns schon mal gedacht. Dabei sind wir ja gar nicht lebensmüde, sondern stehen nur mal wieder am Gleis der einfahrenden U-Bahn. Oder alternativ: auf einer Anhöhe. Der Gedanke, jetzt gleich zu springen, kommt meist automatisch. Wir interpretieren das als Todeswunsch und gehen damit einem großen Missverständnis auf den Leim. Die Angst, die sich durch die plötzliche Möglichkeit des Sprungs in uns auftut, schützt uns tatsächlich. Unser Kopf spielt im Kopf das Gefahrenprogramm einmal ab, damit wir es, das Springen, eben nicht tun wollen. Wie es eine amerikanische Studie sagt: „Der Drang zu springen ist der Beweis für den Drang zu leben“.