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Ibracadabra

Manche Fussballer*innen haben eine besondere Beziehung zu ihrem Spielgerät, nennen wir es mal cheesy den magical touch.

Am Abend des 14. November 2012 trägt sich in der Friends-Fußballarena im schwedischen Solna etwas ganz und gar Wundersames zu: ein Zauber — mitten im aufgeklärten Europa. Es geschieht in der Nachspielzeit: Der schwedische Nationalstürmer Zlatan Ibrahimović bewegt sich in halbrechter Position mit dem Rücken zum gegnerischen Tor in Richtung des hoch heranfliegenden Balls. Er steigt mit einer unglaublichen Leichtigkeit in die Höhe, legt sich nahezu horizontal in die Luft, verrenkt das rechte Bein artistisch und tritt mit enormer Wucht gegen das Spielgerät. Die englischen Spieler — eigentlich erfahrene, abgezockte Profis — sind völlig fassungslos. Sie staunen dem in hoher, halbrunder Flugbahn Richtung Tor schnellenden Ball mit offenen Mündern hinterher. Der herausgeeilte Torhüter hat keine Chance. Sagenhafte 25 Meter überwindet der Ball im Anflug auf die Maschen — ein „stratosphärischer Fallrückzieher“, wie die katalanische Tageszeitung El Périodico später schreiben sollte.