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Ein dionysischer Spaziergang

Ziellos, zeitlos: Unsere Autorin erlebt den allerersten Rausch des neuen Jahres.

Ein Rasen, das mit einem unangekündigten Stolpern beginnt: Jedes Jahr überkommt mich ein Gefühl, das immer dasselbe bleibt und meinen Körper doch immer wieder unerwartet packt. Es bewegt sich etwas in mir, der Bauch ist leicht und unruhig, ja, der Körper stolpert. Ich kenne das Gefühl, nur habe ich jetzt nicht damit gerechnet. Die ersten lauen Sonnenstrahlen ziehen mich hinaus in die Welt. Es ist so, als fahre der antike Gott Dionysos in mich hinein. Der Gott des Weines, Gott des leidenschaftlichen Rausches, der von tanzenden Weibern umringt wird. Ich selbst werde von Geistern begleitet, als ich die Treppe heruntergehe. Er treibt mich an, zum ersten Spaziergang des Frühlings. Jedes Jahr fühlt es sich an wie das erste Mal.