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Das dicke Ende des Müllkontrollstabs

Auf der Suche nach einer Katzenklappe in eine Welt erträglicherer Relevanz-Allianzen, landet unsere Autorin auch heute noch: bei MTV.

Der Stecken war lang, spitz an einem Ende und am anderen zu einem stabilen Knuterich verdickt, so dass man damit den auf frischer Tat ertappten Delinquent*innen sofort eins überbraten konnte. Zumindest in meiner Erinnerung. Vor gut 20 Jahren, als ich in einer zum Studierendenwohnheim umgebauten Tübinger Kaserne lebte, stocherte eine Bekannte von mir in ihrer Eigenschaft als bezahlte Müllkontrolleurin mit eben diesem offiziellen Müllkontrolleurinnenstab im Abfalleimer meiner Wohnheims-WG, um zu überprüfen, ob wir nicht nachlässiger- wie verbotenerweise Bioschlick und Le-Patron-Flaschen im Allgemein-Eimer entsorgt hatten. Was natürlich der Fall war. An den genauen Wortlaut der sehr langen Predigt, die penibel die vielfältigen Varianten abhandelte, mit denen wir durch unser sorgloses Verklappungsgemüt dem reibungslosen Weltenlauf schaden würden, kann ich mich nicht mehr erinnern, wohl aber an ihren Schlusssatz: „Aber kein Wunder, du denkst ja auch, die MTV-News wären die Nachrichten.“