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And the beat goes on

Samples und Loops als Figuren der Zeit.

Randy Savage, auch bekannt als Macho Man, dreht sich mehrfach um die eigene Achse. Dem irritierten Reporter wirft die Wrestlingikone ein steroidgeladenes „The beat goes on, hmm YEAH! … And the beat goes on!“ an den Kopf. Manisch grummelnd und keifend philosophiert er über seinen Platz in der Wrestlingwelt und erklärt, wie er seinem Rivalen, dem Honky Tonk Man, mit telepathischen Kräften beikommen will. Die archaisch-martialische Inszenierung der Wrestlingkämpfe und die ebenso inszenierte Interviewsituation im Jahre 1987 fallen hier mit einem denkwürdigen Moment zusammen: Das Sich-im-Kreis-Drehen des Wrestlers, was in seiner Kreisförmigkeit gleichzeitig einen Stillstand und ständige, stagnierende Wiederholung impliziert, fällt versetzt mit dem nach vorn treibenden, weiterlaufenden Beat zusammen. Mit dieser Bewegung und seiner Äußerung verbildlicht Savage eine Zeitlichkeit, die auch einem ganz anderen Phänomen dieses ausgehenden Jahrzehnts innewohnt: den samplebasierten Beats.